Willkommen im Leben von Jascha Berg

 Auf den folgenden Seiten möchten wir uns, eine ganz normale Durchschnittsfamilie aus Norddeutschland

und unsere Leidenschaft "Motocross" vorstellen. Wie kommt man dahin? Wie sieht so eine Saison aus? Was bedeutet all dies für die Familie?

 Wir reisen mit Jascha mittlerweile quer durch ganz Deutschland. Warum? Damit er an der "Deutschen Motocross Meisterschaft "und den "ADAC MX Masters", Europas beliebteste Rennserie, teilnehmen kann. Und dies ist garantiert nichts für schwache Nerven.

 Aber lest selbst.......

 

 

Sponsoring muss man (sich) verdienen

Sponsoring, ein wichtiges Thema, doch gar nicht so leicht zu bekommen. Es ist auch ein Unterschied ob man durch die Zugehörigkeit zu einem Team gesponsert wird, oder ob man als Einzelkämpfer nach Sponsoren sucht.

Die Teams haben alle ihre eigenen Sponsoren, durch die so ein Team überhaupt erst bestehen bzw. existieren kann. Und jedes Team muss ständig "am Ball bleiben" und um neue Sponsoren werben und die bestehenden pflegen. Je nachdem wie erfolgreich das Team, durch seine Fahrer ist, um so mehr Sponsoren kann es für sich gewinnen. Deshalb sind sie natürlich vorzugsweise an Top-Fahrern interessiert, die sich bereits einen Namen gemacht haben und nahezu ein Garant für erfolgreiche Ergebnisse sind. 

Ist ein Team nun auch noch markengebunden, das heißt dass es einen Vertrag beispielsweise mit Suzuki, KTM oder Husqvarna hat, dann hat selbstverständlich auch der Hersteller ein Mitspracherecht, was die Wahl der Fahrer angeht. Es sei denn es ist vertraglich etwas anderes vereinbart. Deshalb ist es auch möglich, einem Top-Fahrer für eine Saison ein Bike zu stellen. In diesen Genuss kommen meist die Fahrer, die die besten Chancen auf vordere Platzierungen haben. Allerdings meist erst ab dem Youngstercup (mittlere Klasse) der ADAC MX Masters .Aber auch hier gibt es in Einzelfällen andere Regelungen. Generell muss jeder Fahrer selber dafür sorgen, die für ihn interessantesten Konditionen auszuhandeln. Über alle anderen generellen Sponsoren verfügen dann auch alle anderen Fahrer im Team. Sei es der Cross-Anzug (manchmal komplett mit Helm und Stiefeln), Öle, Ersatzteile, Protektoren oder Reifen. Alle Teammitglieder haben sich jedoch an die Vorgaben bzw. Verträge zu halten. Wenn also ein Team einen Vertrag mit Goldentyre-Reifen oder Bridgestone hat, kann ein Fahrer nicht einfach Pirelli-Reifen fahren. Das wäre Vertragsbruch und könnte u. a. den Verlust des Sponsors nach sich ziehen. Gleiches gilt für sämtliches Equipment, welches durch Sponsoren gestellt wird....

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ZWANGSPAUSE !!!

So, hier kommt unser (Renn-) Unfallbericht vom letzten (geplanten) Wochenende in Ballenstedt am 04.06.2016

Wir hatten Jascha am vergangenen Wochenende in Sachsen-Anhalt für die Landesmeisterschaft in Ballenstedt genannt.  Er wollte dort zu Trainingszwecken am Samstag in der MX 2 und am Sonntag in der MX1 mit fahren.
Die Strecke war von den Veranstaltern vorbildlich vorbereitet und Junior war richtig begeistert. Generell war er momentan super drauf und auch sein Bike lief richtig gut. Trotzdem langte es im Zeittraining "nur" für die fünfte Position. Dort waren wieder zu viele Steigungen, die jedesmal Zeit kosteten. Egal, er wusste das Rennen würde wieder eine ganz andere Geschichte sein...

Im ersten Lauf kam er auch perfekt aus dem Gatter, und war gut dabei. Obwohl die Strecke perfekt vorbereitet war, fing es mittlerweile schon wieder an zu stauben. Das hatte zur Folge das Jascha bereits in der zweiten Runde in manchen Passagen keine klare Sicht mehr hatte. In der dritten Runde kam er gerade um eine Kurve, um dann direkt hinter einem Fahrer, über einen Table abzuspringen. Leider war davor noch ein Fahrer, der direkt hinter dam Table gestürzt war. Jascha konnte dies allerdings erst sehen, als er abgesprungen war, sich also schon in der Luft befand. Dort konnte er natürlich nichts mehr machen, und sprang direkt auf den gestürzten Fahrer drauf. Daraufhin überschlug er sich und landete im Krankenwagen. Nach der ersten Untersuchung äußerten die Sanitäter den Verdacht, er könnte sich das Schlüsselbein gebrochen haben.  Also auf ins Krankenhaus zum Röntgen.

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Die Führung im DMSB Pokal MX2 übernommen!

Unser bis heute erfolgreichstes Rennen (dieser Saison) sollte uns bevor stehen:

Am vergangenen Sonntag startete Jascha in die vierte Runde des MX2 Pokal. Wieder eine Strecke die brandneu für ihn war. Es ging nach Sachsen zum MSC Pflückuff, in Neiden.

Zum ersten Mal in dieser Saison, waren wir etwas skeptisch. Jascha war gerade erst am Freitag Abend aus Holland zurück gekommen. Er war auf Klassenfahrt... Jeder, der Kinder hat, weiß jetzt, was das bedeutet. Akuter Schlafmangel, ungesunde Ernährung und eine Woche kein Fitness. Die hatten dort nonstop Programm! Jascha wirkte auch etwas ferngesteuert...!!!

Nun denn, es nütze nichts, Jascha wollte unbedingt beides. Für dieses Wochenende war er fest entschlossen, die etwas ungünstigen Umstände, voll auszublenden.
OK, Sonntag Morgen, ging es zunächst, bei bestem Wetter, wie üblich in´s frei Training. Da zeigte es sich schon recht schnell: Er fand Gefallen an an der Strecke. Das waren ja schon mal optimale Voraussetzungen, Jascha hatte richtig Spaß. Prompt fuhr er im Zeittraining die schnellste Zeit und sicherte sich die erste Startposition. Und die wollte er sich dieses Mal ganz gewissenhaft ausgucken. Schließlich wollte er am Start, komme was wolle, gleich ganz vorne mit dabei sein. Bis hier hin hatte er also schon mal alles richtig gemacht, was sich natürlich auch positiv auf seine Motivation auswirkte. 

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Vernageltes Last-Chance-Race bei den ADAC MX Masters in Österreich

So, die zweite Runde der ADAC MX Masters wäre geschafft.

Wir waren am vergangenen Wochenende (mal eben) in Österreich beim MCC Möggers.

Die Strecke kannten wir noch nicht, wir fahren so selten nach Österreich, zum Trainieren. Also war Jascha richtig gespannt auf die Strecke, und zog gleich nach unserer Ankunft, am Freitag, los zur Streckenbesichtigung. YES, das war mal wieder eine Strecke, ganz nach seinem Geschmack. Nicht ganz ohne, und technisch anspruchsvoll auch noch! So wie er es mag. Das einzige, was sich für ihn nachteilig auswirken würde, waren mal wieder die großen Höhenunterschiede. Aber das war egal, er würde trotzdem Spaß haben.

Am Samstag morgen ging Jascha entsprechend motiviert ins Zeittraining. Die Strecke gefiel, hatte aber, wie erwartet, einige bergauf und -ab Passagen. Also gab er wieder alles was drin war, und versuchte den Zeitverlust anderswo wieder gut zu machen. Am Ende fand Jascha sich auf P. 31 in seiner Gruppe wieder. 

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Am Limit beim DMSB Pokal MX2 in Gräfentonna

Nachdem Jascha ein Wochenende Pause, vom Renngeschehen hatte, ging es am Pfingstsonntag in die dritte Runde des DMSB Pokal MX2. Dieser fand in Gräfentonna (Thüringen) statt.

Da dies unser erstes Hartbodenrennen, in dieser Saison werden würde, hatte Jascha sich bereits am (rennfreien) Wochenende zuvor, entsprechend vorbereitet. Für uns bieten sich hierzu besonders zwei Hartbodenstrecken im Harz an. Auf diesen findet man Bodenverhältnisse vor, welche denen in den DMSB Prädikatsserien ähneln. 
Wie wir es, für dieses Jahr schon fast gewohnt sind, musste Papa Berg natürlich wieder am Samstag arbeiten. Schade, denn Jascha hätte sonst die Gelegenheit nutzen wollen, und wäre bereits am Samstag in der Landesmeisterschaft in Gräfentonna mit gefahren. Diese Möglichkeit wird gerne von vielen genutzt, um sich schon einmal auf die Strecke einzufahren, und unter anderem eventuelle Überholmöglichkeiten zu testen. Nun gut, wir waren halt wieder nicht dabei. Aber Jascha kann sich eigentlich auch so, recht schnell auf die Strecke einschießen.

Also, wie immer ging er noch am Samstag Abend die Strecke ab, um sich den Verlauf einzuprägen. Es ist drei Jahre her, dass er ein Mal dort war, um seine ersten Erfahrungen zu machen, ob und wie es sich bei Regen auf diesem Boden fährt.... In der Zwischenzeit hatte man den Verlauf leicht geändert, was er sich vor dem ersten Training ansehen wollte. 

Am Sonntag dann, sollte es nicht ganz einfach werden. Man muss wissen, dass Hartboden einfacher bzw. weniger anstrengend zu fahren ist, als Sand. Somit gibt es auch mehr Fahrer die auf Hartboden gut fahren können, als Sandfahrer. Nicht zu vergessen, wir waren in Thüringen, dort kann es schon mal etwas mehr bergauf und bergab gehen. In Gräfentonna zwar noch nicht viel, aber ausgerechnet die Startgerade verläuft, gleich vom Gatter aus, bergauf. Das ist ein "hartes Brot" für eine 125iger (Hufo). Da kommt das MEHR an Kraft, den 250iger 4-takt-Fahrern schon sehr entgegen.

Aber es ist wie es ist, und Jascha holte aus seinem Bike alles heraus, was ging. Im Zeittraining belegte er damit den 5. Platz (mehr war dort mit der Hufo einfach nicht drin). Vielleicht hätte er noch einen Platz vorrutschen können, doch alle Fahrer hatten das Zeittraining vorzeitig beendet, da es zu regnen begann. Regen auf dem Boden, verwandelt die Strecke zu einer Rutschbahn, man fährt wie auf Schmierseife. Das ist natürlich nicht ganz ungefährlich, deshalb entschlossen sich alle Fahrer dazu, das Training abzubrechen. Somit galten die Zeiten, die zu dem Zeitpunkt gefahren wurden. Für Jascha bedeutete das also die fünfte Startposition, die er möglichst weiter innen wählen wollte bzw. musste, um wenigstens einen, nicht ganz so langen Weg, zur ersten Kurve zu haben.

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2014: Ein Jahr an der Spitze / Teil 1

Man oh Man, das war ein Jahr. In 2014 hat Junior so ziemlich alles mitgenommen, was möglich war. Nur eines blieb ihm verwährt, der Sieg im ADAC MX MAsters Juniorcup. Das wäre etwas zu viel gewesen, er hatte seine ganze Konzentration für die Deutsche Jugend Motocross Meisterschaft 85ccm gebündelt. Dort hatte sich bereits zu Beginn der Saison abgezeichnet, dass er den Titel erringen könnte. Damit war die DM für ihn ein "greifbares Ziel", welches er ehrgeizig verfolgte. Zu groß war auch die Angst, sich in den Masters evtl. zu verletzen, wenn er dort mehr riskierte. Denn dann würde auch der Traum vom Titel in der DM zerplatzen. Ok, die Masters gelten zwar als gewichtiger, wenn es um die Bedeutung von Erfolgstiteln geht, aber dieser (in der DM) wurde für ihn immer realer. Auch in den Masters wäre mehr drin gewesen, Jascha ist sich da zumindest sicher. Mit entsprechend mehr Risiko, wäre hin und wieder sogar eine Platzierung in den Top 5 erreichbar gewesen. Doch wie gesagt, er fuhr dort mit deutlichem Augenmerk auf die Sicherheit, um wenigstens einen Titel sicher verfolgen zu können. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen. Schließlich war das ganze Jahr ein einziger Erfolg. Schön, wenn ein junger Mensch später einmal auf solch ein Jahr zurück blicken kann. Das kann ihm niemand wieder nehmen, das ist eine der wunderbarsten Erfahrungen in seinem Leben.

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Podium beim DMSB Pokal MX2 in Wriezen

Letzten Sonntag, am 01. Mai 2016, nahm Jascha am DMSB Pokal MX2 Lauf in Wriezen (Brandenburg) teil. Die Strecke war richtig lang und völlig neu für ihn. Wieder war es eine Sandstrecke, die vorerst letzte "Sandstrecke" für die nächsten Wochen. Die nächsten Rennen werden auf Hartbodenstrecken statt finden. Das ist für eine 125iger wesentlich angenehmer zu fahren, als im Sand. 

Da der Papa am Samstag zunächst arbeiten musste, fuhren wir wieder einmal erst am Samstag, gegen Mittag los. Nachdem wir angekommen waren, fielen Jascha auch gleich die Höhenunterschiede auf. Oh mann das hieß wieder mal "Setzen" in den Bergauf-Passagen. 
Sonntag morgen, im freien Training konzentrierte Jascha sich dann ganz darauf, sich mit der Strecke vertraut zu machen. Später im entscheidenden Zeittraining sollte sich das dann auch auszahlen, und er konnte das Training mit der schnellsten Rundenzeit anführen!
Dementsprechend motiviert ging er an den Start, sein Ziel: Auf jeden Fall Podium. Schon beim Start gab er alles was drin war, und war gleich ganz vorne mit dabei. Mit einem guten und konstanten Speed fand er schnell in seinen Fluss, wodurch er letztendlich diesen Lauf gewinnen konnte. Das war sein erster Laufsieg in dieser Saison, und wir hatten, ehrlich gesagt mit so einem Ergebnis gar nicht gerechnet. Aber, es war ja noch nicht aller Tage Abend, es stand noch der zweite Lauf bevor....

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